Christine Trapp einstimmig zur Bürgermeisterkandidatin für Dingolfing nominiert - Überzeugende Rede mit konkreten Plänen

Veröffentlicht am 12.11.2019 in Kommunalpolitik

Dr. Bernd Vilsmeier, Thomas Angerstorfer, Josef Koch, Heinrich Trapp, Michael Rieger und Gerald Vilsmeier gratulierten

Mit 100 Prozent Zustimmung wurde die SPD-Stadt- und Kreisrätin Christine Trapp vergangene Woche zur Bürgermeisterkandidatin für die Wahlen am 15. März 2020 gewählt. Die 43-jährige Beratungsrektorin verfügt nach einstimmiger Auffassung über sehr gute Voraussetzungen, um die richtigen Weichenstellungen für die künftige Entwicklung Dingolfings zu treffen. 

Christine Trapp hat konkrete Vorstellungen für alle wichtigen Themenbereiche. Sie zeigte auf, wo man Bewährtes fortsetzen und weiter entwickeln könne, aber auch wo sie neue Akzente setzen möchte. Ziel der Rathauspolitik müsse sein, dass sich die Menschen in ihren Anliegen wahrgenommen und in ihrer Stadt wohlfühlen. 

Teisbachs Ortsvorsitzender Thomas Angerstorfer zeigte sich erfreut über das große Interesse, als er im Lokal „Ums Eck“ rund 60 Personen begrüßte: „Seit dem Sommer merkt man schon diesen Schwung, dieses Engagement und diese Freude.“ 

„Christine Trapp kann Bürgermeister!“

Stadtrat Gerald Vilsmeier schlug die Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Christine Trapp als Bürgermeisterkandidatin vor. Sie könne auf Menschen zugehen, bringe auch Andersdenkenden Respekt entgegen und könne gut lösungsorientiert arbeiten. In den 18 Jahren, in denen sie kommunalpolitisch tätig ist, habe sie bewiesen, dass sie auch strittige Themen angehe und kompromissfähig sei. 

„Mein Herz klopft heute stärker als sonst“, bekannte Landrat Heinrich Trapp zu Beginn seines Grußworts. Stadt- und Kreispolitik seien eng verzahnt. In enger Partnerschaft mit der Stadt habe der Landkreis in den letzten Jahren Millionen in den Ausbau der Landkreisschulen und in den Krankenhausstandort Dingolfing investiert. Durch die dritte Autobahnausfahrt seien Tausende von Arbeitsplätzen gesichert worden. Dabei schlug er den Bogen zu der kommunalpolitischen Erfahrung von Christine Trapp, die seit 18 Jahren Kreis- und 12 Jahren Stadträtin ist. „Wer an der Durchsetzung solch schwieriger Prozesse engagiert mitgearbeitet hat, wer fähig ist, strategisch zu denken und auch Empathie für Menschen empfindet, erfüllt das Anforderungsprofil für das Bürgermeisteramt.“ Gerald Vilsmeier brachte es auf den Punkt: „Ich bin der festen Überzeugung: Sie kann Bürgermeister!“

Genau diesen Eindruck vermittelte Christine Trapp auch bei ihrer gut halbstündigen Bewerbungsrede. 

Ausreichend Mitarbeiter für die Stadt 

Wir brauchen „ausreichend Mitarbeiter bei der Stadt, sie sollen ihre Arbeit gerne machen und es ist mir wichtig, dass man ihnen Wertschätzung entgegenbringt.“

Verbesserung der Verkehrssituation

Christine Trapp will strategisch die Verkehrssituation im Stadtgebiet verbessern. Zukünftig soll sich ein Verkehrsausschuss damit beschäftigen. Die Bruckstraße soll barrierefrei werden, das holprige Kopfsteinpflaster ist sowohl für Radfahrer und Rollstuhlfahrer, aber auch für Menschen mit Kinderwagen nicht mehr zeitgemäß. Das Dingo-Netz soll ausgebaut und ein Leihsystem für Fahrräder eingeführt werden. Auch bei Car-Sharing-Angeboten solle die Stadt mit gutem Beispiel vorangehen. 

Ehrenamt und Vereine fördern

Kräftigen Applaus bekam Christine Trapp für ihre Pläne, die Arbeit der Ehrenamtlichen und der Vereine zu stärken. Sie will einen regelmäßigen Austausch mit den Verantwortlichen und beispielsweise zu einem Ehrenamtsempfang einladen. „Ich will aber auch erreichen, dass die Inhaber der Ehrenamtskarte bei städtischen Einrichtungen eine spürbare Ermäßigung erhalten.“

Kita- und Kindergartenplätze ausbauen 

Christine Trapp erläuterte anhand von Zahlen, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder steigt und sie es zur Chefsache machen wolle, dass genügend Kita- und Kindergartenplätze vorhanden sind, gegebenfalls auch mit weiteren Baumaßnahmen. Dies sei erforderlich, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten. Es dürfe nicht passieren, dass der sich derzeit im Bau befindliche Kindergarten in Teisbach schon bei der Inbetriebnahme zu klein sein sei, zumal zeitnah ca. neue 100 Bauplätze in Teisbach ausgewiesen werden. Ihr Kandidatenteam plädiert dafür, dass der Dingo für Kinder und Jugendliche in den Ferien zukünftig kostenlos sei. 

Älter werdende Gesellschaft berücksichtigen

Bei allem, was in der Stadt geplant wird, muss man berücksichtigen, dass die Gesellschaft immer älter wird. So sei der Ausbau des Bürgerheims absolut richtig, auch ausreichend seniorengerechte Wohnungen seien von Bedeutung. Eine aktive Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat ist Christine Trapp zudem wichtig, dessen Arbeit solle auch gestärkt und mehr unterstützt werden. 

Gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft 

Die Bürgermeisterkandidatin möchte guten Kontakt zu BMW halten und auch für die Anliegen des Mittelstands und der Familienunternehmen ein offenes Ohr haben. Gemeinsam mit dem Landkreis will sie den Krankenhausstandort stärken und das Klinikum dabei unterstützen, weitere Abteilungen in Dingolfing anzusiedeln. Die Neubaumaßnahmen an der Realschule und ein Wohnheim für auswärtige Berufsschüler will sie mit dem Landkreis partnerschaftlich planen und umsetzen. 

Teisbach und Frauenbiburg

Zudem stellte sie heraus, dass für das Schloss Teisbach ein Nutzungskonzept erarbeitet werden müsste. Die Örtlichkeit wäre ihrer Meinung nach ideal, um dort heiraten zu können. Sie sei aber offen für andere Vorschläge und wolle diese gemeinsam mit den Teisbachern diskutieren. In Frauenbiburg besteht bei der Straße von Frauenbiburg nach Öd Handlungsbedarf, zudem sollte dort ein Radweg gebaut werden. 

Lebenslauf 

Christine Trapp wurde vor 43 Jahren in Dingolfing geboren und ist in Griesbach gemeinsam mit ihrem fünf Jahre jüngeren Bruder Michael aufgewachsen. 1995 machte sie in Dingolfing das Abitur und studierte anschließend an der Universität in Regensburg Lehramt für Realschulen. Nach dem Referendariat in Riedenburg und Kulmbach (Oberfranken) kam sie nach Dingolfing und unterrichtet dort seit 2003 Deutsch und Geschichte. „Mir eilt der Ruf einer strengen Lehrerin voraus“, schmunzelte Christine Trapp, „aber ich lasse mir eben nicht auf der Nase herumtanzen und man kann mit mir auch viel Spaß haben.“ Sie war mehrere Jahre Personalrätin, bevor sie 2017 Mitglied der erweiterten Schulleitung und 2018 zur Beratungsrektorin befördert wurde. Knapp zehn Jahre war sie Schulentwicklungskoordinatorin für die Realschulen in Niederbayern und dabei auch für die Organisation von Fortbildungen zuständig. Zudem engagierte sie sich  zehn Jahre ehrenamtlich Jugendschöffin am Amtsgericht in Landau. 

Christine Trapp dankte bei Ihrer Rede aus vollstem Herzen ihrem Lebenspartner Joseph Süß für seine Unterstützung. Sie wohnt mit dem selbstständigen Schreinermeister gemeinsam in Dingolfing und die beiden teilen mehrere Hobbys wie Fotografieren oder Kultur. 

Christine Trapp bedauerte, dass die Politik der Bundes- und Landes-SPD derzeit für keinen Rückenwind sorge. Die Partei sollte aber bei einem kommunalen Amt keine Rolle spielen und in vielen Städten und einigen Landkreisen beweisen SPDler, dass sie die Kommunen hervorragend leiten. Heinrich Trapp, der seit 29 Jahren als sozialdemokratischer Landrat erfolgreich die Geschicke des Landkreises  leitet, hatte in seinem Grußwort dafür geworben, bei Kommunalwahlen nicht die Partei, sondern die Qualität der Kandidaten in den Mittelpunkt  der Wahlentscheidung zu stellen. „Wir haben ja auch keinen roten Landkreis, weil der Landrat der SPD angehört. Unser Landkreis ist florierend und bunt, mit roten Farbtupfern, die gut ins Bild passen.“ 

Einstimmiges Votum

Am Ende der Kandidatenvorstellung wurde von den Mitgliedern geheim gewählt und auf Christine Trapp entfielen 28 von 28 Stimmen. Beim Schlusswort zeigte sie sich sichtlich gerührt: „Ich bin sehr dankbar für euer großes Vertrauen und werde alles dafür tun, die richtigen Weichen in Dingolfing stellen zu können. Ich hoffe auf einen fairen Wahlkampf, in dem wir mit Sachargumenten überzeugen können. Es gibt viel für Dingolfing zu tun und ich verspreche, dass ich meine ganze Erfahrung und Kompetenz einbringen und die Ideen mit neuem Elan umsetzen werde, wenn mir die Bürger bei der Wahl ihr Vertrauen schenken.“

 

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